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Geldanlage in Aktien – eine gute Sache?

Ist die Geldanlage eine gute Sache? Da streiten sich nicht nur die Experten. Schon allein bei der Frage, was denn gut ist, gehen die Meinungen auseinander. Für die einen ist nur eine nachhaltige Geldanlage gut, für die anderen gilt der Grundsatz, dass Geld nicht stinkt.

Nachhaltige Geldanlagen



Als nachhaltige Geldanlagen bezeichnet man Geldanlagen, die nicht in erster Linie auf Rendite abzielen, sondern die ökologische, ethische oder soziale Aspekte berücksichtigen und auch mit einer geringeren Rendite zufrieden sind, wenn sie nur diesen Aspekten Rechnung tragen. Natürlich gibt es Investmentfonds, die sich solchen Zielen verschreiben, und natürlich gibt es auch Aktiengesellschaften, die die Ökologie bei ihren Entscheidungen berücksichtigen oder ihre Mitarbeiter sozial behandeln.

Ob man auf diesem Gebiet mit einem Zinsrechner einen Zinsvergleich anstellen kann? Wer eine nachhaltige Geldanlage sucht, der müsste doch eigentlich anderen Kriterien den Vorrang geben, und da hilft weder ein Zinsrechner noch ein Zinsvergleich. Er müsste eine nachhaltige Geldanlage bevorzugen, die seinen Zielen möglichst nahe kommt.

Atomstrom: eine nachhaltige Geldanlage?



Auf keinen Fall, meinen da viele. Doch auch viele können sich irren. Denn wenn man die Ökologie beachtet und anstelle eines Atomkraftwerks lieber 1300 Windräder in die Welt stellt, dann ist das ein Rückschritt, was die Zuverlässigkeit angeht. Denn dann gibt es Fernsehen nur, wenn auch der Wind weht, und gekocht auf dem Elektroherd wird auch erst, wenn sich der Sturm wieder gelegt hat, bei dem die Windräder auch still stehen müssen.

Und wenn man die Erderwärmung als besonderes ökologisches Ziel ansieht? Soll man dann den Investmentfonds für Windkraft, den Investmentfonds für Kohlekraftwerke oder den Investmentfonds für Atomkraftwerke als nachhaltige Geldanlage klassifizieren? Auch bei dieser Entscheidung hilft weder ein Zinsrechner noch ein Zinsvergleich.

Aktienkurse



Bei der nachhaltigen Geldanlage in Aktien spielen natürlich die Aktienkurse eine wichtige Rolle. Wenn da eine Rendite erreicht werden soll, dann muss man bei niedrigem Aktienkurs kaufen und bei hohem Aktienkurs verkaufen. Doch ob die Aktienkurse, als nachhaltige Geldanlage betrachtet, stark schwanken, das ist zu bezweifeln. Denn die wirklichen Börsianer haben ja andere Ziele als die nachhaltige Geldanlage. Sie wollen steigende Aktienkurse sehen und so profitieren.

Andererseits: müsste der, der sich für die nachhaltige Geldanlage und ihre Ziele stark macht, nicht auch mit Zinsrechner und Zinsvergleich auf die Renditejagd gehen? Denn je besser die Rendite ist, desto mehr kann er ja in nachhaltige Geldanlagen investieren. Und das könnte doch auch ein Ziel sein: nachhaltige Geldanlagen stärken, in dem man eben mehr Rendite erzielt und diese entsprechend einsetzt.

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